Da in ganz England neue Recyclingvorschriften eingeführt werden, müssen viele Haushalte zwei verschiedene Arten von organischen Abfällen entsorgen: die vom Rat gesammelte Lebensmittelabfalltonne und die Hauskomposttonne.
Obwohl sie austauschbar erscheinen mögen, kann die gleiche Behandlung zu stinkenden Gärten, Schädlingsbefall und schlechter Bodenqualität führen. Das Verständnis der Unterscheidung ist sowohl für eine effektive Abfallbewirtschaftung als auch für die Aufrechterhaltung eines gesunden Gartenökosystems von entscheidender Bedeutung.
Der grundlegende Unterschied
Der Hauptunterschied liegt im Maßstab und der Kontrolle des Zersetzungsprozesses.
- Der Lebensmittelabfallbehälter: Konzipiert für die professionelle, groß angelegte Verarbeitung durch Ihre Kommunalverwaltung. Es ist für den sicheren und konsistenten Umgang mit einer Vielzahl organischer Stoffe ausgelegt.
- Der Kompostbehälter: Ein lokalisiertes, kleines System, das Sie in Ihrem Garten verwalten. Es beruht auf einem empfindlichen Gleichgewicht der Mikroorganismen und erfordert spezifische Eingaben, um ohne Probleme zu funktionieren.
Wie Ryan Kaila, Abfall- und Recyclingexperte bei Kingfisher Direct, erklärt, ist der Lebensmittelabfallbehälter viel vielseitiger. Da die Verarbeitung durch professionelle Dienstleister erfolgt, können damit „unordentliche“ Lebensmittel verarbeitet werden, die in einer Hinterhofumgebung problematisch wären.
Was wo abgelegt werden muss: Eine Kurzanleitung
Um Ihren Garten gesund zu halten und unerwünschte Schädlinge wie Nagetiere nicht anzulocken, befolgen Sie diese Kategorisierungsregeln:
🟢 Der Kompostbehälter (nur für den Gartengebrauch)
Ihr Komposthaufen zu Hause sollte sich auf „sauberere“ organische Stoffe konzentrieren, die sich leicht zersetzen lassen, ohne nennenswerte Gerüche zu erzeugen oder Schädlinge anzulocken.
– Obst- und Gemüsepeelings
– Kaffeesatz
– Kompostierbare Teebeutel
– Gartenabfälle (Blätter, Grasschnitt usw.)
🔵 Der Lebensmittelabfallbehälter (Sammlung des Rates)
Wenn das Essen gekocht, ölig oder riechend ist, gehört es in den Mülleimer. Dieser Behälter ist der sichere Bestimmungsort für:
– Gekochte Reste und Tellerreste
– Fleisch und Fisch (roh oder gekocht)
– Knochen
– Milchprodukte
– Brot, Reis und Nudeln
– Eierschalen
– Schimmelige oder abgelaufene Lebensmittel (nach dem Herausnehmen aus der Verpackung)
Warum das für Ihren Garten wichtig ist
Es ist ein häufiger Fehler, einen Kompostbehälter als „Auffangbehälter“ für Lebensmittelabfälle zu verwenden. Das Hinzufügen von Fleisch, Milchprodukten oder Schwerölen zu einem Haushaltshaufen kann mehrere negative Folgen haben:
1. Anziehungskraft für Schädlinge: Stinkende, proteinreiche Lebensmittel sind Magnete für Ratten und andere Aasfresser.
2. Schlechte Kompostqualität: Bestimmte Lebensmittel können das chemische Gleichgewicht Ihres Haufens stören, was dazu führt, dass der Kompost für Pflanzen nicht geeignet ist.
3. Geruchsprobleme: Ohne die großtechnische Verwaltung einer kommunalen Einrichtung kann die Zersetzung von Fleisch und Milchprodukten zu unangenehmen Gerüchen in Ihrem unmittelbaren Wohnraum führen.
Das Gesamtbild: Abfall reduzieren
Während die korrekte Abfalltrennung für das Recycling von entscheidender Bedeutung ist, betonen Experten, dass der effektivste Weg, der Umwelt – und Ihrem Geldbeutel – zu helfen, darin besteht, zu verhindern, dass Abfall überhaupt erst entsteht.
Chelsea Kerr, Geschäftsführerin von Too Good To Go, meint, dass praktische Gewohnheiten wie Essensplanung, bessere Lagerung von Lebensmitteln und das Essen von Essensresten die wirkungsvollsten Schritte sind, die ein Haushalt unternehmen kann.
Zusammenfassung: Verwenden Sie Ihren Kompostbehälter für einfache Gartenabfälle und Gemüseschalen, um ein gesundes Bodenökosystem aufrechtzuerhalten. Verlassen Sie sich jedoch auf den kommunalen Lebensmittelabfallbehälter für Fleisch, Milchprodukte und gekochte Reste, um Schädlinge und Gerüche zu vermeiden.
























