Für Hausbesitzer und Innenarchitekten ist eine der am meisten diskutierten Designfragen, ob Holztöne zueinander passen sollten. Experten zufolge lautet die Antwort nicht immer einfach „Ja“ oder „Nein“. Auch wenn eine Abstimmung funktionieren kann, wertet das Mischen von Holztönen oft einen Raum auf, indem es ihm Tiefe und visuelles Interesse verleiht.
Das Argument für Vielfalt
Designer sind sich einig, dass eine sorgfältig ausgewogene Mischung von Holzfarben eher edel wirkt als Einheitlichkeit. Yazmin Gutierrez, eine Innenarchitektin, erklärt: „Wenn Sie Ihren Hölzern Kontraste hinzufügen und es richtig machen, schaffen Sie einen dynamischen Raum, der sich von Natur aus erhabener anfühlt.“* Der Schlüssel liegt nicht nur darin, verschiedene Hölzer zusammenzuwerfen, sondern auch darin, die Untertöne zu verstehen.
Danielle Rockstroh betont, dass identische Holztöne dazu führen können, dass ein Raum flach wirkt. Die Lösung? Die Kombination von Holzelementen innerhalb derselben Temperaturfamilie – warm mit warm, kühl mit kühl – schafft Zusammenhalt ohne Monotonie. Susan Jamieson fügt hinzu, dass dieser Ansatz „Tiefe und Differenzierung hinzufügt und gleichzeitig einen zusammenhängenden Eindruck hinterlässt.“*
Wenn die Übereinstimmung am besten ist
Trotz der Vorteile der Vielfalt erfordern einige Szenarien passende Holztöne. Rockstroh weist darauf hin, dass Elemente wie Treppenstufen, die zum Boden passen, Waschtische im selben Badezimmer oder verbundene Fräsarbeiten identische Oberflächen aufweisen sollten.
Küchen sind ein weiterer Bereich, in dem die Konsistenz entscheidend ist, insbesondere zwischen Ober- und Unterschränken, obwohl Inseln als Kontrastelement dienen können. Ebenso erden die passenden Sofabeine und Couchtische den Raum und sorgen gleichzeitig dafür, dass Möbel aus verschiedenen Epochen einen gemeinsamen Holzton aufweisen, was zu optischer Harmonie führt.
Styling nicht übereinstimmender Holzmöbel
Der effektivste Weg, unterschiedliche Holztöne zu kombinieren, besteht darin, sich auf die Untertöne zu konzentrieren. Ein ultradunkles Regal kann einen hellen Holzboden ergänzen, wenn die Temperaturtöne aufeinander abgestimmt sind. Jamieson rät: „Identifizieren Sie zuerst das vorherrschende Holz und lassen Sie sich von seiner Temperatur an den anderen orientieren.“* In vielen Räumen dient der Bodenbelag als Anker, wobei die Möbel seinen Unterton widerspiegeln.
Eine beliebte Kombination unter Designern ist Weißeiche mit Walnuss. * „Es sind völlig unterschiedliche Farbtöne, was für einen gewissen Kontrast sorgt, aber sie haben die gleichen Untertöne, sodass sie zusammen immer gut aussehen“, bemerkt Jamieson.
Praktische Tipps zum Mischen mit Holzböden
Bei der Arbeit mit Holzböden tragen die folgenden Richtlinien dazu bei, ein poliertes Aussehen zu gewährleisten:
- Priorisieren Sie Untertöne. Passen Sie alle anderen Holzelemente an die Wärme oder Kühle Ihres Bodens an.
- Mit Bedacht kontrastieren. Dunkle Hölzer auf hellen Böden funktionieren, wenn die Untertöne übereinstimmen.
- Boden mit Zusammenhalt. Die passenden Tischbeine schaffen ein einheitliches Gefühl.
- Epochen ausbalancieren. Wenn Sie Vintage und Moderne kombinieren, stellen Sie sicher, dass die Holztöne einheitlich sind, um eine visuelle Harmonie zu gewährleisten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die harmonische Holzmischung von der Temperatur abhängt, nicht von der exakten Farbübereinstimmung. Durch das Verstehen der Untertöne und den bewussten Einsatz von Kontrasten können Hausbesitzer einen dynamischen, gut koordinierten Raum schaffen, der sich sowohl erhaben als auch einladend anfühlt.


























