Der Schnellwaschgang ist eine verlockende Zeitersparnis, liefert aber nicht immer ein wirklich sauberes Ergebnis. Es eignet sich zwar zum Auffrischen leicht verschmutzter Kleidung, doch wenn man sich zu oft darauf verlässt, kann es dazu führen, dass die Kleidungsstücke schmuddelig, mit Reinigungsmitteln durchsetzt sind oder sogar stinken. Wäschereiexperten scheitern, wenn der Schnellgang funktioniert und eine normale oder intensive Wäsche unerlässlich ist.

Wie Waschmaschinen reinigen: Die Energiegleichung

Eine wirksame Wäschereinigung hängt von drei Arten von Energie ab: chemisch (durch Reinigungsmittel), mechanisch (durch Bewegung) und thermisch (Wassertemperatur). Moderne Waschmaschinen legen oft Wert auf Wasser- und Energieeffizienz, manchmal auf Kosten der Reinigungsleistung. Um dies zu kompensieren, verlängern Hersteller die Zykluszeiten und verwenden mehrere Spülgänge.

Das bedeutet, dass weniger Wasser und Hitze zwar effizient sein können, dafür aber auch mehr Zeit benötigt, um schmutzige Kleidung gründlich zu reinigen. Der Schnellwaschgang umgeht dies, indem er die Waschdauer, die Schleuderzyklen und das Rühren reduziert – allerdings mit einem Kompromiss.

Was ist ein Schnellwaschgang?

Ein Schnellwaschgang dauert normalerweise zwischen 15 und 40 Minuten und spart Zeit, indem die Wasch-, Spül- und Schleuderphasen verkürzt werden. Diese Geschwindigkeit ist zwar attraktiv für einen vollen Terminkalender, bringt jedoch Kompromisse mit sich. Aufgrund der reduzierten Reinigungsleistung eignen sich Schnellwäschen nur für bestimmte Situationen.

Vor- und Nachteile einer Schnellwäsche

Schnellwaschmittel glänzen, wenn Sie schnell saubere Kleidung benötigen, die Wäsche nur leicht verschmutzt ist oder Sie kleine Ladungen waschen. Sie verlängern außerdem die Lebensdauer Ihrer Waschmaschine, indem sie den Verschleiß verringern, und schonen empfindliche Textilien.

Durch das reduzierte Rühren und Spülen können jedoch Gerüche, Flecken und Reinigungsmittelrückstände zurückbleiben. Bei schnellen Wäschen gelingt es möglicherweise auch nicht, dicke Stoffe vollständig zu reinigen oder Gegenstände wie Handtücher oder Babykleidung nicht ausreichend zu desinfizieren. Dies ist wichtig, da eine unzureichende Reinigung Bakterien und Allergene beherbergen und die Hygiene beeinträchtigen kann.

Was ist ein normaler Waschgang?

Der normale Zyklus ist für alltägliche Wäscheladungen konzipiert und sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis von Leistung und Effizienz. Bei einer Laufzeit von 50 Minuten bis zu einer Stunde sorgt es für längeres Rühren, tieferes Spülen und höhere Schleudergeschwindigkeiten für eine gründlichere Reinigung. Dadurch ist es ideal für Kleidung mit durchschnittlichem Verschmutzungsgrad.

Schnellwäsche vs. Normalwäsche: Wann sollte man sich für welche entscheiden?

Der Schnellwaschgang ist am besten für Notfälle oder leicht verschmutzte Wäschestücke reserviert. Für die meisten Ladungen ist ein normaler Zyklus die bevorzugte Wahl. Bei stark verschmutzter Kleidung bietet ein Hochleistungswaschgang die aggressivste Reinigungswirkung mit längerer Dauer, höherem Wasserverbrauch und stärkerer Bewegung.

Dies ist besonders wichtig, wenn Sie empfindliche Haut haben, seltener Wäsche waschen oder in einem Beruf mit starker Verschmutzung arbeiten. Die Verwendung der Schnellwäsche bei schmutziger Kleidung führt häufig dazu, dass diese schmutzig bleibt, anstatt dass das Waschmittel seine Wirkung verliert.

Sich auf eine schnelle Wäsche als Standardeinstellung zu verlassen, ist ein Glücksspiel. Das spart zwar Zeit, birgt aber auch die Gefahr, dass die Kleidung unsauber wird, Gerüche entstehen und die Hygiene beeinträchtigt wird.

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